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Wald und Holz

 

Wissenswertes

Natur- und Artenschutz im Wald

In Deutschlands Wäldern gibt es fast 200 Baum- und Straucharten, mehr als 1.000 krautige Pflanzenarten, fast 700 verschiedene Moose und mehr als 1.000 verschiedene Flechten- sowie ungezählte Pilzarten. Und vom Rothirsch bis zur Zwergspitzmaus leben in Deutschlands Wäldern 140 verschiedene Wirbeltierarten.

Viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind auf naturnahe und strukturreiche Wälder als Lebensraum angewiesen. Darauf wird auch jährlich am 22. Mai am Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt hingewiesen. Wälder, die durch eine nachhaltige Bewirtschaftung reich an verschiedenen Baumarten und Altersstrukturen sind und Anteile an Alt- und Totholz aufweisen, bieten eine besonders hohe Biodiversität.

Der Indikatorenbericht der Bundesregierung zur „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ bestätigt dem Landschaftsraum Wald und der Forstwirtschaft mit 87 Prozent den besten Wert aller Flächennutzungen.

Im Rahmen der multifunktionalen Forstwirtschaft wird für den Natur-und Artenschutz auf der gesamten Waldfläche einiges getan. Dazu gehören:

  • Erhalt von Biotopbäumen, derzeit gibt´s 1 Million markierte deutschlandweit
  • Laut Bundeswaldinventur 2012 gibt es im deutschen Wald 93 Millionen Bäume mit ökologisch bedeutsamen Merkmalen (im Durchschnitt 9 pro Hektar).
  • Rund 22 Millionen Specht- oder Höhlenbäume und 741.000 Horstbäume
  • Totholz auf ganzer Fläche; aktuell 20,6 Kubikmeter pro Hektar
  • Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsprinzipien bei der Nutzung von
    Holz und Boden
  • Mehrjährige Nutzungsintervalle und damit Eingriffspausen für
    den Wald
  • Weitgehender Verzicht auf Kahlschläge
  • Verzicht auf überproportional nährstoffzehrende oder bodenschädliche
    Nutzungen
  • Naturverjüngung; derzeit bereits 85 Prozent Anteil an Jungbestockung
  • Verzicht auf Düngemittel
  • Integrierter Pflanzenschutz und minimaler Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Wie das funktioniert, hatten Forscher im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V: (FNR) geförderten Verbundprojektes „Vertragsnaturschutz im Wald – Analyse der waldökologischen, ökonomischen und rechtlichen Optionen“ (WaVerNa) untersucht

Anhand von 79 für Deutschland relevanten Biodiversitäts- und Waldnaturschutzkonzepten zeigten Wissenschaftler des Thünen-Instituts, der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Universitäten Hamburg und Göttingen Handlungsempfehlungen zum Vertragsnaturschutz im Wald auf und stellten dar, inwieweit sich die naturschutzfachliche Zielsetzung der verschiedenen Interessengruppen voneinander unterscheiden. Dabei stellten sie eine große Übereinstimmung zwischen den Stakeholdern aus Forst und Naturschutz fest. Die Befragungen und Interviews brachten zutage, dass bereits ein breites Spektrum an Naturschutzmaßnahmen mit unterschiedlichen Instrumenten umgesetzt wird.

Die Ergebnisberichte des Projektes stehen hier zum Download zur Verfügung.

Lesen Sie auch: Totholz – Für Biodiversität und Klimaschutz

 

 

Vom Niederwald bis zum Hochwald: Hirschkäfer und Co sind Beispiele für typische Waldbewohner, die wiederum auf die Vielfältigkeit unserer Wälder angewiesen sind – auf Biodiversität. Foto: Pixabay/Cimabue

Vom Niederwald bis zum Hochwald: Hirschkäfer und Co sind Beispiele für typische Waldbewohner, die wiederum auf die Vielfältigkeit unserer Wälder angewiesen sind – auf Biodiversität. Foto: Pixabay/Cimabue

<a href="https://www.un.org/en/observances/biological-diversity-day" class="external-link-new-window" target="_blank">Das Logo des Internationalen Tages für biologische Vielfalt 2020.</a> Die Puzzleteile fügen sich zusammen, der Eisbär steht für die Folgen der Klimaerwärmung, die Gans als Zugvogel für wandernde Tierarten, Baum und Bienen als Symbol für den 20. Mai, den Weltbienentag, Blume und Mädchen repräsentieren unsere Verantwortung einer nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt.

Das Logo des Internationalen Tages für biologische Vielfalt 2020. Die Puzzleteile fügen sich zusammen, der Eisbär steht für die Folgen der Klimaerwärmung, die Gans als Zugvogel für wandernde Tierarten, Baum und Bienen als Symbol für den 20. Mai, den Weltbienentag, Blume und Mädchen repräsentieren unsere Verantwortung einer nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt.

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