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Wald und Holz

 

Projekte - Details

 

Verbundvorhaben: Kostenreduktion und Effizienzsteigerung von Kurzumtriebsbewirtschaftung (Era-Net Bioenergy - CREFF); Teilprojekt 1: Ökonomische Betrachtung von Wertschöpfungsketten und Optimierungsmöglichkeiten bei Kurz-Umtrieb-Plantagen unter besonderer Berücksichtigung der Flächenlage und Flächengröße

Anschrift
Universität Stuttgart - Fakultät 4 Energie-, Verfahrens- und Biotechnik - Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung (IER)
70565 Stuttgart
Heßbrühlstr. 49 a
Kontakt
Dr. Ludger Eltrop
Tel: +49 711 685-87816
E-Mail: ludger.eltrop@ier.uni-stuttgart.de
FKZ
22010508
Anfang
01.09.2008
Ende
15.03.2012
Aufgabenbeschreibung
Die Ziele dieses Vorhabens sind 1) die Ermittlung und Bewertung der Kosten unterschiedlicher Optionen der Energieholzproduktion unter Berücksichtigung der Markt- und Preisentwicklung von Energieholz, 2) die Analyse der Zusammenhänge zwischen der Wirtschaftlichkeit des Energieholz-Anbaus unter besonderer Berücksichtigung der Flächeneigenschaften (Standort, Flächengröße, u.a.) und weiterer Faktoren, 3) die Bewertung der zusätzlichen ökonomischen und sözio-ökonomischen Nutzen der wichtigsten Wertschöpfungsketten und Rahmenbedingungen 4) die Abschätzung der weiteren mittelfristigen Entwicklungen und der sich daraus ergebenden Optimierungspotenziale. In Zusammenarbeit mit der Projektleitung und anderer Partner werden die Rahmenbedingungen und technischen Systeme definiert. Auf der Grundlage der empirischen Daten aus den Anbauversuchen erfolgt eine ökonomische Bewertung des KUP-Anbaus mit besonderer Berücksichtigung der Flächengröße (z. B. von 0,5 bis 150 Hektar). Dies beinhaltet die Kosten- und Preisanalyse für KUP-Bewirtschaftung im Hinblick auf unterschiedliche Anbauverfahren und -bedingungen. Des Weiteren erfolgt eine sozio-ökonomische Bewertung anhand der Abschätzung der sozio-ökonomischen Wirkungen (sozial, soziologisch, regional), der Wertschöpfung und externer Effekte durch den KUP-Anbau. Ökologische Auswirkungen (Emissionen, Nährstoff- und Wasserverarmung, Biodiversität, etc.) werden im Vergleich mit Referenznutzungspfaden für Energieholzproduktion untersucht. Die ökonomische Relevanz und die Emissionsanalyse sowie andere ökologische Charakteristika fließen in die Gesamtbewertung der KUP-Nutzung ein. Auf der Grundlage der Ergebnisse erfolgt eine Risikoanalyse und Evaluierung der Rolle von Fördermaßnahmen und eine Bewertung der Hemmnisse. Entscheidungsträgern in der Landwirtschaft und der Energiewirtschaft werden konkrete Anhaltspunkte für die Wirtschaftlichkeit und Produktivität von KUP-Anbausystemen an die Hand gegeben.
Ergebnisdarstellung
Zu dieser grundlegenden Kostenaussage, die einen deutlichen Gewinn aufzeigt wurden verschiednen Alternativen berechnet, um zum einen die Sensibilität der einzelnen Faktoren aufzuzeigen und zum Anderen die verschiedenen Ernte- und Logistiktechniken, Flächenbeschaffenheiten und die Sortenauswahl zu berücksichtigen. Für den Anwender wurden die Daten und Berechnungsmethoden in einem Excel-Berechnungswerkzeug zusammengeführt, dass vom Praktiker zu Kalkulation seiner geplanten Flächen verwendet werden kann. Somit werden Entscheidungsmöglichkeiten aufgezeigt, die anhand der Rahmenbedingungen des Landwirts aufgestellt werden und im Vorfeld zeigen, ob eine Wirtschaftlichkeit der Flächen zu erwarten ist. Um die Aussagen der Wirtschaftlichkeitsberechung zu unterstützen wurde zudem eine Stärken-Schwächen-Analyse durchgeführt, die den Praktiker bei der Entscheidungsfindung unterstützen soll. Insbesondere die Durchführung einer Umfrage bei Landwirten hat zu umfangreichen Ergebnissen geführt, die in einem eigenständigen Bericht zusammengeführt wurden. Es wurden Aspekte zu Chancen und Hindernissen bei KUP hinterfragt, die sowohl technische als auch wirtschaftlich ausgerichtet sind. So wird die Anlage von KUP grundsätzlich als positiv bewertet (80 %), jedoch steht der Anlage von Flächen eine erwartete Unrentabilität entgegen (89 %). Diese Einschätzung der Landwirte ist sehr widersprüchlich, da ein Großteil einen steigenden Flächenanteil erwartet und man hohe Potenziale aufgrund verfügbarer Flächen sieht. Die fehlende Wirtschaftlichkeit ergibt sich laut Umfrage aus den hohen Anfangsinvestitionen und unsicherer Preise für die Hackschnitzel. So wird von den meisten Befragten eine Flächenanlage als Möglichkeit der Produktdiversifizierung im eigenen Betrieb gesehen, jedoch ist rund die Hälfte der Befragten unsicher bezüglich der Investition und ein Drittel lehnt dies ab.

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Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julias Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
Waldkulturerbe
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
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