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Wald und Holz

 

Projekte - Details

Die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen als forst- und landwirtschaftliche Energieplantagen - ein Vergleich unter rechtlichen, technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten

Anschrift
Technische Universität München, Lehrstuhl für Technologie Biogener Festbrennstoffe
94315 Straubing
Petersgasse 18
Kontakt
Prof. Dr. Martin Faulstich
Tel: +49 9421 187-100
E-Mail: martin.faulstich@wzw.tum.de
FKZ
22013206
Anfang
01.10.2007
Ende
30.09.2010
Aufgabenbeschreibung
Das Vorhaben soll die Nutzung der Stilllegungsflächen in Bayern zur Produktion von energetisch verwertbarerBiomasse untersuchen. Dabei soll ein Vergleich zwischen dem Anbau und der Nutzung von landwirtschaftlichen Energiepflanzen und von forstlichen Energieholzplantagen unter Einbeziehung rechtlicher, technischer, ökologischer und ökonomischer Bewertungskriterien erstellt werden. Das Endergebnis sind Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber sowie den Flächeneigentümer. Dazu werden jeweils eine technisch sinnvolle Variante für die landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich fokussierte Nutzung für das Szenario „sinnvoller Energiemix aus nachwachsenden Rohstoffen in Bayern" entwickelt, ökosystemare und ökonomische Bewertungen dieser Varianten vorgenommen sowie eine Entscheidungsmatrix und ein Leitfaden für sinnvolle Formen des Anbaus und der energetischen Nutzung von Biomasse in Bayern erstellt. Die Ergebnisse helfen bei der Weiterentwicklung rechtlicher Aspekt hinsichtlich der Nutzung von Stillegungsflächen und entsprechender Förderungen und bieten die Grundlagen für Entscheidungen der Flächeneigentümer hinsichtlich einer land- und/oder forstlichen Landnutzung.
Ergebnisdarstellung
Das Ziel des Vorhabens bestand in der Erarbeitung einer Grundlage für begründete rechtliche und politische Entscheidungen, welche Nutzungsformen zur Produktion von energetisch genutzter Biomasse auf welchen Flächen am besten geeignet sind. Dazu wurde die Energieerzeugung aus verschiedenen Pflanzenarten nach ihrem technischen Potenzial, ihren ökologischen Auswirkungen und nach ökonomischen Aspekten miteinander vergleichen. Zudem wurden die rechtliche Lage für die Bioenergieerzeugung in Bayern und die Möglichkeiten des CO2-Zertifikatehandels für den Bioenergie-Sektor dargestellt. Als Bioenergie-Varianten wurden Pappeln im Kurzumtrieb für die Wärmenutzung bzw. für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Biogas aus Silomais und Grünroggen, genutzt für KWK und als Kraftstoff, Biodiesel aus Winterraps sowie mit Bioethanol aus Winterweizen und Zuckerrüben verglichen. Aus den Ergebnissen wurde eine Entscheidungsmatrix für Landnutzer und Entscheidungsträger erstellt. In dieser Entscheidungsmatrix sind Pappeln im Kurzumtrieb aufgrund hoher Energie-Flächenerträge und Treibhausgaseinsparungen, geringer ökologischer Auswirkungen sowie niedriger Treibhausgasvermeidungskosten am günstigsten zu bewerten. Biogasvarianten mit hoher Wärmenutzung bei KWK schneiden bei Energie-Flächenerträgen und Treibhausgaseinsparung ähnlich ab wie Pappeln, zeigen aber bei den übrigen ökologischen Indikatoren und beim Deckungsbeitrag ungünstigere Ergebnisse. Biodiesel aus Winterraps und Bioethanol aus Winterweizen sind vor allem hinsichtlich ihrer ungünstigen Bewertung bei Energie-Flächenerträgen, Ressourceneinsparung und Deckungsbeiträgen weniger zu empfehlen als Biogas oder KUP. Zuckerrüben-Ethanol steht bei den meisten Indikatoren besser da als die übrigen Biokraftstoffe und ist insgesamt mindestens so gut zu bewerten wie Biogas mit hoher Wärmenutzung bei KWK.

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Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julius Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
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