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Wald und Holz

 

Projekte

Wuchshüllen aus nachwachsenden Rohstoffen

Entwicklung innovativer Wuchshüllen und Konzepte zur Vermeidung von Plastikakkumulation im Wald

Ziel

Ziel des Verbundvorhabens ist ein strategischer Aufbau von neuartigen innovativen, umweltschonenden Wuchshüllen auf Basis von biologisch sowie rückstandsfrei abbaubaren Naturprodukten und ein Rückbau von bisherigen, konventionellen Wuchshüllen.

Aufgaben

  • Anlage von Versuchsflächen im Wald
  • Erstellung Ökobilanz und Weiterentwicklung von Wuchshüllen-Software
  • Konzept-Entwicklung zum Wuchshüllenrückbau
  • Entwicklung von innovativen, umweltschonenden Wuchshüllen auf Basis des biologisch und rückstandsfrei abbaubaren Naturproduktes SAVUTEC® (Vulkanfiber)
  • Sicherstellung einer vollständigen Verrottung und einer Vermeidung von Mikroplastik im Wald
  • Auswahl geeigneter Rohmaterialien für SAVUTEC®-Wuchshüllen und Entwicklung geeigneter Rezepturen im Labormaßstab.
  • Übertragung in eine industrielle Produktionsfähigkeit
  • Herstellung von Wuchshüllen-Prototypen mit ausgewähltem Wuchshüllenhersteller
  • Untersuchungen von Abbaubarkeit sowie Funktionstests des hergestellten Prototyps im Feldversuch,
  • Überprüfung der biologischen Zersetzung von Wuchshüllen unter aeroben Bedingungen
  • Analyse von Lebensdauer und des ökotoxikologischen Impacts der Wuchshüllen

Status Quo

  • Plastikprodukte stehen als in der Umwelt schwer abbaubare Partikel in öffentlicher Kritik
  • Wuchshüllen und Wuchsgitter bestehen meist aus PE, PP, HDPE, PVC
  • Mit Neuausbringung im zweistelligen Millionenbereich sind sie ein relevanter Faktor in der Waldbewirtschaftung.

Vorteile

  • Der Waldumbau in stabile Mischbestände, die Verwendung seltener Baumarten im Klimawandel und die kostengünstige Wiederbewaldung nach klimabedingten Sturmereignissen lassen stark steigende Einsatzzahlen von Wuchshüllen erwarten.
  • Durch den strategischen Aufbau von gebrauchsstabilen, plastikfreien biologisch abbaubaren Wuchshülle wird der Einsatz von Wuchshüllen & Wuchsgitter aus Plastik zum Beispiel PE, PP, HDPE oder PVC kontinuierlich abgebaut und der Akkumulation von Plastik im Wald entgegengewirkt

Projektdaten und -partner

Das Verbundvorhaben „Entwicklung innovativer Wuchshüllen aus Nachwachsenden Rohstoffen und Konzepte zur Vermeidung von Plastikakkumulation im Wald“ wird in fünf Teilvorhaben von folgenden Partnern realisiert (Förderkennzeichen in Klammern):

  • Teilvorhaben 1: Definition, Funktionalitätsprüfung und Ökobilanzierung innovativer Wuchshüllen sowie Umsetzungskonzepte zum Rückbau alter Plastikwuchshüllen; Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (2219NR425)
  • Teilvorhaben 2: Entwicklung einer Wuchshülle auf Basis von Vulkanfiber; Sachsenröder GmbH & Co. KG  (2219NR423)
  • Teilvorhaben 3: Entwicklung papierbasierter Werkstoffe für Wuchshüllen aus Vulkanfiber Felix Schoeller Holding GmbH & Co. (2219NR442)
  • Teilvorhaben 4: Entwicklung einer gebrauchsstabilen, biologisch abbaubaren Wuchshülle auf Basis nachwachsender Rohstoffe; TECNARO Gesellschaft zur industriellen Anwendung nachwachsender Rohstoffe mbH (2219NR428)
  • Teilvorhaben 5: Bewertung des Abbauverhaltens von Wuchshüllen auf Basis nachwachsender Rohstoffe Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH (2219NR432)

Laufzeit:

01.März 2020 bis 28.Februar 2023

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

www.fnr.de/projektfoerderung/projekte-und-ergebnisse/projektverzeichnis/

News: Abbaubare Wuchshüllen für Waldbäume

Wenn der Verbiss durch Reh und Co hoch ist, können Wuchshüllen bei der Wiederaufforstung hilfreich sein. Foto: S. Hein

Wenn der Verbiss durch Reh und Co hoch ist, können Wuchshüllen bei der Wiederaufforstung hilfreich sein. Foto: S. Hein

Wuchshüllen bestehen meist aus petrochemisch hergestellten Kunststoffen, die in der Natur nur schwer abbaubar sind. Foto: S. Hein

Wuchshüllen bestehen meist aus petrochemisch hergestellten Kunststoffen, die in der Natur nur schwer abbaubar sind. Foto: S. Hein

Bei verbisssensiblen Baumarten setzen Waldbesitzende auch innerhalb von Beständen auf Wuchshüllen. Foto: S. Hein

Bei verbisssensiblen Baumarten setzen Waldbesitzende auch innerhalb von Beständen auf Wuchshüllen. Foto: S. Hein

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