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Internationaler Tag der Wälder rückt Bildung in den Blickpunkt

Waldklimafonds begleitet Bürgerforschung zur „Dame des Waldes“

Der diesjährige Internationale Tag der Wälder am 21. März steht unter dem Motto „Wälder und Bildung“.  Ein Projekt, das sich dieses Themas annimmt, ist „PlanBirke“, eine bürgerbeteiligte Image- und Bildungsoffensive, die mit Fördermitteln aus dem Waldklimafonds unterstützt wird.

Zu flink, zu hoch, zu weich: Lange Zeit wurde die Gemeine Birke (Betula pendula) als unerwünschter Wildwuchs aus deutschen Wäldern verbannt. Bundesweit kommt sie aktuell auf knapp fünf Prozent der Waldfläche vor. Dabei leistet die anspruchslose, schnellwüchsige „Dame des Waldes“ Bedeutendes zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel: „In Wäldern, die von Monokulturen zu klimastabilen Mischbeständen entwickelt werden, bereitet die Birke als Pionierbaum im Wortsinne den Boden für die anfangs schutzbedürftigen, langlebigeren Baumarten des Zielwaldes. Nach Waldbrand oder Sturmschäden besiedelt sie zügig Kahlflächen und trägt so zum Aufrechterhalten der Waldfunktionen bei“, erklärt Dr. Dirk Knoche. Er leitet im Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e. V. (FIB) das aus dem Waldklimafonds von BMU und BMEL geförderte Projekt „PlanBirke“.

Seit Januar 2018 entsteht unter Bürgerbeteiligung eine bundesweite, multimediale Image- und Bildungskampagne mit interaktiver Homepage (plan-birke.de), Forschungs-App, Wald-Bildungsmodulen für Schüler zu Klima, Boden, Artenvielfalt und Forstwirtschaft. Ab Sommer 2019 wird es eine Wanderausstellung zur „Dame des Waldes“ und bis zum Projektende im Dezember 2020 einen neuen Bildungskoffer für Waldpädagogen geben.

Für forstliche Entscheider*innen und Waldbesitzer*innen liefert „PlanBirke“ Fachinformationen zur Ökologie, zur Bewirtschaftung und zur wertschöpfenden Holznutzung der Birke. Für Kinder und Erwachsene werden die Ergebnisse der „Mitmachforschung“ umweltpädagogisch aufbereitet.

„Lerne Wälder zu lieben“ legt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) den Betrachtern ihres Films zum diesjährigen Internationalen Tag der Wälder ans Herz (https://youtu.be/9JfATd8YhP4). Mit Projekten wie diesem kann das gelingen.

Pressekontakt:
Kompetenz und Informationszentrum Wald und Holz
der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Martina Plothe
Tel.: +49 3843 6930-183
Mail: m.plothe(bei)kiwuh.fnr.de

Hintergrund:

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen.

Das Vorhaben „Bürgerbeteiligte Image und Bildungsoffensive BIRKE – BIBI“ („PlanBirke“) wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aus dem Waldklimafonds über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Die Projektbearbeitung erfolgt im Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der FNR.

Der Waldklimafonds wurde im Juni 2013 als Bestandteil des Energie- und Klimafonds gemeinsam von BMEL und BMU aufgelegt. Bis Dezember 2018 betreute die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger den Waldklimafonds. Seit Januar 2019 werden die aus dem Fonds geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch das KIWUH begleitet.

Das KIWUH ist eine Abteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Die FNR ist seit 25 Jahren als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung und ist seit 2016 mit der Umsetzung der Deutschen Waldtage sowie der Charta für Holz 2.0 betraut. FNR und KIWUH leisten zudem Fachinformationen und Öffentlichkeitsarbeit.

PM KIWUH 2019-06

 

 

 

 

Mitmach-Forschung: An der Datenerhebung für das Förderprojekt „PlanBirke“ wirken interessierte Laien mit. Die Bürgerforscher entnehmen u. a. für die Jahrring-Analyse Bohrkerne, um den Holzzuwachs der Birken zu messen. Foto: FIB Finsterwalde
Mitmach-Forschung: An der Datenerhebung für das Förderprojekt „PlanBirke“ wirken interessierte Laien mit. Die Bürgerforscher entnehmen u. a. für die Jahrring-Analyse Bohrkerne, um den Holzzuwachs der Birken zu messen. Foto: FIB Finsterwalde
 
Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julius Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
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