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Wald und Holz

 

Projekte - Details

 

ERA-Bioenergy: Kostenreduktion und Effizienzsteigerung von Kurzumtriebsbewirtschaftung (CREFF); Teilvorhaben 1: Entwicklung von verbesserten Ernte- und Logistikmethoden für die Bewirtschaftung von Kurz-Umtrieb-Plantagen unter besonderer Berücksichtigung der Flächengröße und Flächenlage

Anschrift
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg - Abt. Waldnutzung
79100 Freiburg im Breisgau
Wonnhaldestr. 4
Kontakt
Dr. Udo Hans Sauter
Tel: +49 761 4018-237
E-Mail: udo.sauter@forst.bwl.de
FKZ
22010308
Anfang
01.09.2008
Ende
15.03.2012
Aufgabenbeschreibung
Das Ziel des Teilprojekts 1 von CREFF (entspricht Arbeitspaket (AP) 2 des Gesamtprojekts) war die Entwicklung von optimierten Ernteverfahren und Logistiksystemen für Kurzumtriebsplantagen (KUP), welche an die jeweils vorherrschenden Standortsbedingungen angepasst sind. Dies beinhaltet insbesondere auch Verfahren für ungünstige Standorte, wie zum Beispiel Grenzertragsstandorte, Kleinflächen und Hanglagen. Der Fokus auf diesen Flächen leitet sich aus der Annahme her, dass die meisten Landwirte KUP auf solchen Flächen anlegen werden, während sie ihre wertvolleren Flächen weiterhin mittels traditioneller Nutzungsformen bewirtschaften werden. Um die derzeit gängigen Ernteverfahren zu erfassen, wurden insgesamt 28 Arbeitszeitstudien von verschiedenen Erntesystemen durchgeführt. Hierbei kamen zumeist für die Holzernte umgerüstete Maishäcksler zum Einsatz, aber auch Anbauhacker für Traktoren, ein Ganzbaumernter, der die KUP-Bäume abschneidet und auf einer Ladefläche ablegt, sowie Forsttechnik wie Fäller-Bündler Aggregate und auch motormanuelle Ernten mit Motorsägen. Die Leistungen von einigen der genannten Maschinen waren vordem noch nicht dokumentiert worden, so dass wichtige neue Daten erhoben werden konnten. Weiterhin wurden drei Zeitstudien von Hackungen von einige Monate zuvor geernteten KUP-Bäumen durchgeführt, des weiteren zwei Zeitstudien von Rodungen von KUP. Während des gesamten Projekts bestand intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartnern. So wurden Mitglieder der HFR (AP 3) über stattfindende Ernten informiert und mit Proben der erzeugten Hackschnitzeln versorgt. An Kollegen vom IER (AP 4) wurden relevante Kerndaten der im dort entwickelten Modell verwendeten Ernteverfahren weitergereicht. Im Rahmen der Erstellung der Pilotkooperationen (AP 5) wurden interessierten Landwirten mehrfach verschiedene Ernteverfahren vorgestellt und das jeweils am besten geeignete Verfahren in die Flächenplanung einbezogen.
Ergebnisdarstellung
Die im Rahmen des AP 2 von CREFF durchgeführten Aktivitäten erbrachten die folgenden wichtigsten Ergebnisse: 1) Die einführende Literaturrecherche zum Stand des Wissens resultierte in einer Übersichts-Publikation im "Forstarchiv" zur gegenwärtigen Situation von KUP in Deutschland. 2) Die Ergebnisse aus den Zeitstudien sind in einer Broschüre für Praktiker und Interessierte zusammengefasst worden. Weiterhin sind sie in die den ersten französischen Leitfaden für die KUP-Bewirtschaftung eingeflossen, der im Rahmen von AP 5 erstellt worden ist. 3) Die Ergebnisse bilden weiterhin die Grundlage für ein auf Microsoft Excel basierendes Rechentool, das der Optimierung der Planung und der Kostenkalkulation von spezifischen Erntemaßnahmen auf individuellen Flächen dient. 4) Um etwaige Einflüsse der verschiedenen Erntetechniken auf das Wiederaustriebsverhalten zu untersuchen, wurden sechs verschiedene Pappelsorten auf vier verschiedene Weisen behandelt. In der darauf folgenden Vegetationsruhe wurde das Wiederaustriebsverhalten dokumentiert; es zeigten keine signifikanten Auswirkungen der Erntevarianten. Insgesamt wurde deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit von KUP immer für den Einzelfall analysiert werden muss. Die Bandbreite der möglichen Bewirtschaftungs- und Ernteverfahren ist sehr groß. Allerdings zeigte sich, dass die Anlage von KUP auf Grenzertragsstandorten, auf kleinen Flächen oder in Hanglagen nur in besonderen Fällen rentabel ist. Dies ist dann gegeben, wenn der Boden gut mit Wasser versorgt ist, die Transportdistanzen kurz sind und der Landwirt einen maßgeblichen Anteil der anfallenden Arbeiten in Eigenleistung erbringen kann. Obwohl also die Bewirtschaftung von KUP auf ungünstigen Standorten auf einer individuellen oder lokalen Ebene dazu beitragen kann, die Verfügbarkeit von Energieholz zu erhöhen, so ist es unter den gegenwärtigen Marktbedingungen unwahrscheinlich, dass hiermit die Energieholzbereitstellung in größerem Ausmaß gesteigert werden wird.

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Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julias Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
Waldkulturerbe
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
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