Logo

Kompetenz- und Informationszentrum
Wald und Holz

 

Projekte - Details

Energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen in dezentral modular aufgebauten Wirbelschichtfeuerungsverfahren kleiner Leistung zur Wärmeerzeugung/Kraftwärmekopplung

Anschrift
Universität Rostock - Fachbereich Maschinenbau und Schiffstechnik - Institut für Energie- und Umwelttechnik
18059 Rostock
Albert-Einstein-Str. 2
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. habil D. Steinbrecht
Tel: +49 381 4983055
E-Mail: dieter.steinbrecht@mbst.uni-rostock.de
FKZ
22011298
Anfang
01.07.1999
Ende
31.12.2000
Aufgabenbeschreibung
Ziel des geplanten Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung einer modular aufgebauten Wirbel-schichtfeuerung für einen Leistungsbereich von 0,5 bis 5 MWth nebst zugehöriger neuartiger Leittechnik. Diese Variante der Feueurungstechnik kann effizient zur dezentralen Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden. Am Institut für Energie und Umwelttechnik ist ein aus Berufungsmitteln von Herrn Prof. Steinbrecht erstelltes Funktionsmodell für die geplanten Unter-suchungen vorhanden. Wesentliche Arbeitsziele des geplanten Vorhabens sind: - Wissenschaftliche Voruntersuchungen, beispielsweise zum Verbrennungsverhalten von ver-schiedenen Brennstoffen oder zur Brennstoffzufuhr, - Automatisierung der Anlage durch Untersuchung der Einflußparameter und Entwicklung einer Leittechnik, - Konzeption der zu errichtenden Demonstrationsanlage (Referenzanlage), - Testung und Optimierung der Referenzanlage. Durch die Firma Rostocker Maschinenbau und Technologie GmbH (RMT) besteht Interesse an der Umsetzung der Ergebnisse des geplanten Projekts in die Praxis. Eine finanzielle Beteiligung der RMT konnte für den jetzt vorliegenden Projektteil nicht erreicht werden.
Ergebnisdarstellung
Die wichtigsten Ergebnisse des o. g. Vorhabens, die aus mehreren Versuchsreihen beim Betrieb mit unterschiedlichen nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wurden, können allgemein folgendermaßen zusammengefasst werden: -Der SWS-Feuerungsprozess ist stabil und kann zuverlässig gefahren werden, das Bettmaterial zeigte keine signifikante Veränderungen; -Die gewählten Temperaturniveaus (800 - 850 °C) konnten realisiert werden; -Es zeigt sich, dass in der Brennstoff-Asche alkalisch reagierende Substanzen enthalten sind; -Die Verbrennungsreaktionen fanden vollständig im Inneren der fluidisierten Schicht statt; -Die Abgasemissionswerte der SWSF-Anlage zeigen, dass die gemessenen CO-Emissionen nahezu unabhängig von der Leerrohrgeschwindigkeit sind, dagegen wird eine gewisse Abhängigkeit der Corg-Emission von der Leerrohrgeschwindigkeit beobachtet, die NOx-Emission scheint vollkommen aus dem N-Gehalt des Brennstoffs zu stammen; -Die SO2- und HCl-Emission wurden ohne Additivierung im Fehlerbereich < 15 ppm gemessen, die Meßmethode für HCl hat noch einen Entwicklungspotential; -Die berechnete CO2,max-Emission lässt erkennen, dass die Beeinflussung der Messungen durch Instationaritäten gering ist, die Brennstoffeigenschaften sind während des Betriebes konstant; -Aussagen über die Staubemission der Anlage konnten nicht gemacht werden, da entsprechende Messgeräte nicht vorhanden sind; -Die Dauerbetriebstauglichkeit für das Gesamtverfahren konnte nicht nachgewiesen werden, die feuerungstechnische Untersuchungen wurden diskontinuierlich durchgeführt; -Es wurde eine betriebswirtschaftliche Untersuchung zur Feuerung mit SWS als Vorfeuerung für einen Getreidetrockner durchgeführt. Besonders umfangreich wurden die Experimente zur Abgasemission beim Betrieb mit unterschiedlichen Biobrennstoffe sowie zur Abstimmung von Anlagenparameter wie Leerrohrgeschwindigkeit und Ruheschichthöhe geplant und durchgeführt. Die Störfälligkeit der Anlage im Dauerbetrieb wurde nicht näher untersucht.

neue Suche

 
Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julius Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
Waldkulturerbe
Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben