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Projekte - Details

Verbundvorhaben: Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft; Teilvorhaben 4: Erstellung bundeseinheitlicher Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz und Demonstration der Verfahren in Beispielbetrieben

Anschrift
Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
37079 Göttingen
Grätzelstr. 2
Kontakt
Dr. Martin Rohde
Tel: +49 551 69 401-186
E-Mail: martin.rohde@nw-fva.de
FKZ
22012215
Anfang
01.10.2015
Ende
31.12.2019
Aufgabenbeschreibung
Bundeseinheitliche Leitlinien für integrierten Pflanzenschutz im Wald werden in Abstimmung mit Waldbesitzerverbänden, Forstbehörden sowie Fachinstituten des Pflanzen- und Umweltschutzes entwickelt, um die Intensität des Managements auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und Belastungen für Mensch, Umwelt und Betriebswirtschaft zu vermeiden. Basis sind die Grundsätze aus der Pflanzenschutzrahmenrichtlinie der EU (2009/128/EG Anh. III) und die Ziele des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Darüber hinausgehend werden für verschiedene Ausgangssituationen abgestufte Verfahren festgelegt. Die Maßnahmen beruhen auf anerkannten Bekämpfungsschwellen und entsprechen jeweils dem neuesten Erkenntnisstand. Die Leitlinien sollen breite Aufnahme in der Praxis finden. Es wird die Anerkennung im Nationalen Aktionsplan angestrebt. Sechs bundesweit verteilte Beispielbetriebe mit betrieblichem Schwerpunkt in der Fichten-, Kiefern-, Buchen- oder Eichenwirtschaft setzen Leitlinien-gemäße Verfahren des integrierten Waldschutzes beispielhaft um, machen die Umsetzungen überprüfbar und präsentieren das Vorgehen gegenüber Fachkreisen und Öffentlichkeit. Das Institut für Strategien und Folgenabschätzung am Julius Kühn-Institut unterstützt die Erarbeitung der Leitlinie und liefert einen weiteren Beitrag durch Bewertung und Modellierung der ökologischen Auswirkungen von Waldschutzmaßnahmen mit dem ggf. anzupassenden Indikatorsystem SYNOPS-GIS. Im ersten Halbjahr erfolgt eine bewertende Synopse aktueller Waldschutzverfahren in Deutschland und die Einbindung relevanter Akteure des Waldschutzes in die über rund zwei Jahre dauernde Leitlinien-Abstimmung. Parallel wird die Waldschutzsituation von Beispielbetrieben erfasst und es werden ab zweitem Jahr geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt und die Ergebnisse bewertet. Abschließend wird der Transfer in die Praxis gesichert und die Anerkennung im NAP eingeleitet.

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