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Kompetenz- und Informationszentrum
Wald und Holz

 

Projekte - Details

Instrumente zur Information und Motivation von Kleinprivatwaldbesitzern zur Umsetzung von Pflege- und Nutzungsmaßnahmen in ihrem Wald als Beitrag zu einer intensiveren nachhaltigen Nutzung von Holz als nachwachsendem Rohstoff

Anschrift
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften - Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft
79085 Freiburg
Werthmannstr. 6
Kontakt
Prof. Dr. Dr. h.c. Gero Becker
Tel: +49 761 203-3764
E-Mail: gero.becker@fobawi.uni-freiburg.de
FKZ
22019807
Anfang
01.03.2008
Ende
30.04.2010
Aufgabenbeschreibung
Ziel desProjektes ist es, auf Basis wissenschaftlich fundierter Beratungskonzepte organisatorisch-technische Instrumente sowie Softwareprodukte und Hilfsmittel für die Privatwaldbetreuung bzw. zur verbesserten Kommunikation zwischen Fachleuten und Waldbesitzern zu entwickeln. Diese sollen in weit höherem Maß zur Holznutzung motivieren und die Beratung standardisieren. Ausarbeitung und Darstellung, wie Kommunikation zwischen Waldbesitzer und Forstpersonal abläuft. Untersuchung, wie Menschen (Waldbesitzer) zu bestimmten Verhaltensweisen (Nutzung) bewegt werden können. Ermittlung der Anforderungen an die Instrumente aus Sicht der Berater und Waldbesitzer - Formulierung der Bedürfnisse. Umfangreiche Bestandsaufnahme der aktuellen Hilfsmittel in der forstlichen Beratung. Bewertung der erfassten Prozesse und Feststellung von Defiziten. Weiter- und Neuentwicklung von Instrumenten. Abschliessende Evaluation. Die erarbeiteten Konzepte und Instrumente sollen zukünftig von verschiedenen Akteuren genutzt werden, z.B. von Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, von privaten Dienstleistern und forstlichen Beratern sowie den Privatwaldbetreuern der Bundesländer.
Ergebnisdarstellung
Es wird erwartet, dass die Privatwaldberatung in Zukunft als Dienstleistung von einer größeren Anzahl Akteure angeboten wird. Grund hierfür sind u.a. die prognostizierte Anpassung der Betreuungskostensätze der Landesbetriebe und Landesforstverwaltungen sowie eine weitere Übernahme von Beratungs- und Betreuungsaktivitäten sowie der Holzvermarktung durch die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Die Privatwaldberater stehen in Zukunft vor einer weiteren Herausforderung, da sie durch das automatisch immer weiter wachsende Informationsangebot zu Waldthemen im Internet zukünftig einer wachsenden Zahl an Waldbesitzern gegenüberstehen, die forstfachliche Kenntnisse besitzen oder zumindest glauben, diese zu besitzen. Dies könnte u. U. dazu führen, dass die Akzeptanz des Privatwaldberaters und seiner Beratung bei den entsprechenden Waldbesitzern sinkt. Auch befindet sich die Art, wie das Internet genutzt wird, momentan in einem Wandel. Immer mehr Geräte verfügen über einen Internetanschluss und ermöglichen den Informationsaustausch über das Internet. Der Trend geht aktuell weg von der gezielten, stationären Nutzung des Internets hin zu einer allgegenwärtigen und mobilen Nutzung von Internetinhalten über Smartphones oder Tablets. Die Grenzen zwischen dem Internet und der realen Welt werden dabei in einigen Bereichen verschmelzen. Dies zeigt sich etwa in ersten Anwendungen der Erweiterten Realität (Augmented Reality, AR). So ist etwa bereits heute vorstellbar, dass die Waldbesitzer und Privatwaldberater den Wald über die Kamera ihres Smartphones betrachten und das Livebild von Zusatzinformationen aus dem Internet überlagert wird. Diese Zusatzinformationen könnten etwa Informationen zu Bestandesvorräten, der Bestandeshistorie, der Einblendung virtueller Grenzzäune oder zu Vorschlägen eines Nutzungsansatzes sein. Basis hierfür könnten eine automatisierte Bildauswertung, vorhandene Daten über den Bestand oder georeferenzierte Daten aus verschiedenen verfügbaren Datenbanken.

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Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julius Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
Waldkulturerbe
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