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Wald und Holz

 

Projekte - Details

 

Forschungsverbund: SynRg - Systembiotechnologie nachwachsender Rohstoffgewinnung; Teilvorhaben 3: Wertsteigerung der Pflanze und deren Produkte

Anschrift
Saaten-Union Biotec GmbH
33818 Leopoldshöhe
Hovedisser Str. 94
Kontakt
Dr. Jens Weyen
Tel: +49 5208950492
E-Mail: weyen@saaten-union-labor.de
FKZ
22022708
Anfang
01.07.2009
Ende
30.06.2014
Aufgabenbeschreibung
Der Forschungsverbund SynRg (sprich Synergy) beabsichtigt einen interdisziplinären Ansatz zur Optimierung von Wertstoffsynthese, Syntheseort und Weiterverarbeitung für die Nutzung von Pflanzenrohstoffen in Chemie und Energieerzeugung zu starten. Die gesamte Wertschöpfungskette für die Umstellung von petrochemischen auf pflanzliche Grundstoffe soll am Beispiel der Polymere unter dem Aspekt der nachhaltigen, d.h. dauerhaften ökonomisch und ökologisch sinnvollen, Produktion von Wertstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen unter Berücksichtigung der Stoffstromverteilung in Pflanzen in interdisziplinärer Zusammenarbeit untersucht und modifiziert werden, um so neue und innovative Methoden und Verfahren zur Wertstoffgewinnung zu ermitteln. Die inhaltlich abgestimmte Zusammenarbeit von Unternehmen im Verbund mit wissenschaftlichen Instituten garantiert die notwendige Breite, Tiefe und Effizienz, inklusive Synergieeffekte, in F&E sowie in der wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse. SURL wird neue biotechnologische Verfahren (Molekulare Marker), neue Genotypen mit ertragsrelevanten Allelen und transgene Linien entwickeln und Saatgut bereitstellen. Die Rapsmorphologie, insb. Schotendehiszenz, soll verbessert werden, um Raps als wettbewerbsfähigere Kulturart mit verbessertem Potential zur Lieferung nachwachsender Rohstoffe (Öl, Fettsäuren) zu entwickeln. Doppelhaploide Weizen mit erhöhtem Polyphenolgehalt und verbessertem Ertragspotential werden erstellt und agronomisch getestet. Darüber hinaus wird Saatgut von Raps und Weizenlinien mit speziellen Qualitäten im Feld vermehrt und für die nachfolgenden Partner in SynRg zur Verfügung gestellt. Ertragsstabilerer Raps mit hochwertigen Fettsäureprofilen und hohem Ölgehalt ist weltweit eine wettbewerbsfähige landwirtschaftliche Kulturart. Weizen mit erhöhtem Polyphenolgehalt stellt ebenso eine interessante Rohstoffquelle für die Industrie dar. Somit könnten für Raps und Weizen interessante neue Absatzschienen etabliert werden.
Ergebnisdarstellung
Im Teilvorhaben 3 wurden sowohl gentechnische Ansätze als auch konventionelle biotechnologische Verfahren genutzt, um Raps- und Weizenpflanzen mit Eigenschaften zu entwickeln, die eine stoffliche Nutzung von Inhaltsstoffen (Polyphenole, Fettsäuren) wirtschaftlicher machen könnten. Dabei wurde bei Weizen auf Anthocyane und Carotinoide abgezielt. Bei Raps wurden Fettsäuren, aber auch Wuchsphysiologie (Blühzeitpunkt, Vernalisationsbedarf) und Wuchsmorphologie (Meristemausbildung) betrachtet. Bei beiden Kulturarten wurden neben Pflanzenmaterial (Doppelhaploide Linien bei Weizen, transgene Linien bei Raps) auch Verfahren (molekulare Marker bei Weizen und Raps) und Ressourcen (BAC Bank bei Raps) entwickelt. Es gelang für verschiedene Gene der Carotinoidsynthese bei Weizen gekoppelte molekulare Marker zu identifizieren. Dazu wurden spaltende doppelhaploide Weizenpopulationen über das Verfahren der Antherenkultur entwickelt und über bekannte Informationen zu Kandidatengenen gekoppelte Mikrosatelliten auf dem Material getestet. Das Material wurde ebenso weiter agronomisch evaluiert und verbesserte Prototypen stehen für weitere Züchtungsansätze nun zur Verfügung. Bei Raps wurden verschiedenste transgene Linien hergestellt, selektiert und den Projektpartnern zur Verfügung gestellt. Dabei konnte gezeigt werden, dass der Vernalisationsbedarf von Winterraps über den gewählten gentechnischen Ansatz ausgeschaltet werden konnte. Veränderungen der Meristeme bzw. der Blühzeitpunkte waren bisher nicht erfolgreich bzw. es laufen noch die Evaluierungsprogramme. Eine BAC Bank konnte in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck Institut für Züchtungsforschung entwickelt werden, die nun als Ressource zur Markerentwicklung zur Verfügung steht.

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Charta für Holz
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit dem Waldbeauftragten des BMEL, Cajus Julias Caesar.
Bild: Thomas Imo/photothek.net
 
Waldkulturerbe
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
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